Von der Seenplatte in die Schweiz

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Rundkurs 295 km

von der Mecklenburgischen Seenplatte in die Mecklenburger Schweiz

über Plau am See, Malchow, Malchin, Demmin, Neubrandenburg, Neustrelitz, Mirow und Röbel.

Highlights auf der Motorradtour:

Plau am See: Die schönste Stadt in der Mecklenburgischen Seenplatte besticht durch Ihren Charme, Ihren Flair und immer wieder die Nähe zum Wasser. Burganlage Plau am See mit Burgmuseum und Verlies, Rathaus, Kirche St. Marien, die verwunschenen Kopfsteinpflasterstraßen in der Fachwerk-Altstadt, die Uferpromenade an der Elde von der Hühnerleiter (an der Schleuse) bis zum Leuchtturm Paul, die Seeluster Bucht als schönste Badestelle am See.

Plauer Hubbrücke ist eine 1916 errichtete stählerne Hubbrücke im Zentrum der Stadt Plau am See. Die Brücke wird von Booten bei der Ausfahrt aus dem Plauer See in die Elde unterfahren. Mit einer Hubhöhe von bis zu 1,86 m ist sie die höchste Hubbrücke Mecklenburgs. Genannt wird sie im Volksmund „DAS BLAUE WUNDER VON PLAU“.

Karow: Karower Meiler als Informationszentrum für den Naturpark Nossentiner Schwinzer Heide.

Karow: Das Schloss Karow wurde am Ende des 18. Jahrhunderts im Stil des Klassizismus von der Adelsfamilie von Hahn erbaut. Während des II. Weltkrieges fanden im Karower Schloss Rostocker Gymnasiasten eine Herberge. Nach 1945 war das Schloss ein Flüchtlingslager. Das Herrenhaus Schloss Karow wurde nach dem Krieg als eine Betriebsberufsschule mit Lehrlingswohnheim zur Ausbildung von Landwirten genutzt. Seit dem Jahre 2007 wird das Schloss als Hotel und nunmehr vor allem als Hochzeitsschloss genutzt.

Moorochse: Ein Aussichtspunkt zwischen Campingplatz und Karower Kreuzung im Naturschutzgebiet „Nordufer Plauer See“. „Moorochse“ ist die volkstümliche Bezeichnung für die Große Rohrdommel, deren Männchen im Frühjahr einen dumpfen Ruf aus dem Röhricht ertönen lassen. Dies hört sich wie das Brüllen eines Ochsen an.  Vom Turm lohnt sich ganz besonders ein Blick auf die ehemaligen Torfstiche und die Kormorankolonie, deren Bestand  auf über 400 Brutpaare anwuchs. Um den Nachwuchs und damit den Eintrag an Nährstoffen durch Kot zu minimieren, wird jährlich in die Kolonie eingegriffen und die Gelege werden mit Gipseiern ausgetauscht.

Naturschutzgebiet Nordufer Plauer See: Es umfasst den nordwestlichen Bereich des Plauer Sees mit Feuchtwiesen und ehemaligen Torfstichen, den westlich anschließenden Hofsee (Leisten) sowie einen bewaldeten Teil nördlich der Bundesstraße 192 mit dem Samoter See und Plumsee. Die Ausweisung erfolgte am 1960 mit einer Erweiterung im Jahr 1990. Der Schutzzweck besteht in der Erhaltung eines strukturreichen Wald-, Seen- und Moorgebietes. Das Naturschutzgebiet befindet sich im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide und ist nach EU-Recht als Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet eingestuft.

Alt-Schwerin: Sehenswert ist das barocke Herrenhaus von 1773. Der eingeschossige Backsteinbau (elf Achsen) mit Souterrain und Mansardgeschoss liegt inmitten einer Parkanlage am Tauchowsee und wird heute als Seniorenheim genutzt. Das schmiedeeiserne Eingangstor zur Parkanlage erhielt auf der Chicagoer Weltausstellung 1893 einen Sonderpreis und stammte ursprünglich aus Vollrathsruhe. Das agrarhistorisches Museum, Agronueum, zeigt die Entwicklung der Mecklenburger Landwirtschaft. Ebenfalls sehenswert ist die gotische Dorfkirche, eine Saalkirche in Backstein aus dem 14. Jahrhundert mit neugotischer Westturm aus Feld- und Backstein und Grabkapellen aus dem 18. Jahrhundert.

Affenwald und Sommerrodelbahn: Diese liegen nicht direkt auf dem Weg, sind aber mit dem Fahrrad nach dem Campingplatz und dem 1. Erreichen der B192 in wenigen Minuten rechts der Bundesstraße folgend unter der A19 durch zu erreichen.

Malchow: Malerisch gelegenes Städtchen mit Einkaufsmöglichkeiten und vielen Museen. Besonders sehenswert ist die Klosterkirche des Klosters Malchow. Sie besteht als Feldsteinkirche nachweislich ab 1235. Von 1844 bis 1846 wurde zunächst ein 52 m hoher Backsteinturm angefügt. Nach einem Brand 1888 wurde die Kirche im Stil der Neogotik wieder aufgebaut und dient heute als Ausstellungsraum des Orgelmuseums sowie als Ort für Konzerte und Trauungen.

Die Stadtkirche Malchow wurde von 1870 bis 1873 in Form einer Kreuzkirche erbaut. Der neugotische Backsteinbau der Kirche verfügt über einen quadratischen Westturm. Sehenswert der Altaraufsatz sowie eine Vielzahl von Figuren.

Die Malchower Stadtmühle ist etwa 130 Jahre alt.

Die Drehbrücke Malchow von 1863 wird aktuell von jährlich etwa 18.000 Booten passiert und verbindet die Altstadtinsel mit der Neustadt. Sie stellt die Querung der Müritz-Elde-Wasserstraße als Bundeswasserstraße zwischen Müritz und Hamburg als auch Berlin dar. Sie war bis zur Eröffnung der Autobahn Berlin-Rostock 1978 der einzige Übergang über die Oberseen der Mecklenburger Seenplatte. 1980 war sie dann defekt, sie konnte nicht mehr geöffnet werden. Der Schiffsverkehr zwischen der Müritz und dem Plauer See kam damit zum Erliegen. 1991 wurde eine neue Brücke in Betrieb genommen, deren Funktionieren aber immer wieder große technische Schwierigkeiten bereitete. Nach einer Untersuchung am Bauwerk wurde 2012 entschieden, eine neue Pylonen-Dreh-Brücke zu bauen, die 2013 in Betrieb genommen wurde.

Jabel: Wisentgehege

Domäne Neu Gaarz: Das Gutshaus wurde um 1698 auf dem Fundament eines älteren Gebäudes errichtet. Es wurde von der Kulturwissenschaftlerin und Kunsthändlerin Dr. Ull Eisel erworben und bis Ende 2006 als Hotel und Künstlertreffpunkt geführt. Im Moment sucht es einen neuen Besitzer. Bebaut ist die Domäne mit 2 großen Bauwerken: dem Herrenhaus, und den ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäuden in denen sich die Redoute und das Schwimmbad Balnea Arte befinden. Die Redoute Neu Gaarz ist ein Festsaal für bis zu 150 Personen.

„HEIC TE LAETITIA INVITAT POST BALNEA SANUM“ Dieser altlateinische Spruch begrüßt Sie als Keramikrelief, wenn Sie auf das Bad zukommen. Es heißt auf deutsch poetisch übertragen: “Hier lädt Dich Freude ein – nach dem Bade gesund zu sein“

Blücherhof: Der Blücherhof ist Ende des 18. Jahrhunderts durch Ludwig von Blücher errichtet worden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat der Bonner Zoologieprofessor Prof. Alexander Koenig das Gut erworben. Sein großes Vermögen hat er genutzt für den Neuaufbau der Anlage im neobarocken Stil mit einem 7 ha großen Landschaftspark, dem dendrologischen Garten und einem modernen Landwirtschaftsbetrieb. Der bekannte Landschaftsgestalter Georg Kuphalt, ein Freund von Prof. Koenig, hat den Park gestaltet. Hier können Sie 160 verschiedene Bäume und Sträucher sowie lebendige Fossilien bewundern wie den Ginko, den Urwaldmammutbaum, den Riesenmammutbaum, die japanische Sichel- und Schirmtanne, die Sumpfzypresse, den Tulpen- und Trompetenbaum, den Götterbaum und fast alle in Europa bekannten Koniferen. Nach dem Tode von Alexander Koenig im Jahre 1943 ist der Park, vorwiegend von ehrenamtlichen Helfern, mit viel Engagement gepflegt worden. Das Schloss wurde von 1945- 2004 als Kinderheim genutzt. Heute ist es an eine Künstlerin verkauft. Die teilweise stark beschädigten aber beeindruckenden Wirtschaftsgebäude wurden nach 1995 instand gesetzt und werden wieder wirtschaftlich genutzt. Am Eingang zum Herrenhaus stehen Rokokotore, die 1908 geschmiedet wurden.

Deutsche Alleenstraße: Von der Ostsee bis zum Bodensee reicht die Deutsche Alleenstraße und durchquert dabei neun Bundesländer – von Rügen in Mecklenburg-Vorpommern bis Reichenau in Baden-Württemberg. Die mit ca. 2500 km längste Ferienstraße Deutschlands ist ein Tipp für alle Autofahrer, die sich die Zeit gönnen, ihren Wagen und vor allem Straße und Landschaft zu genießen.

Schloss Basedow: Im 14. Jahrhundert wurde das so genannte Schloss als Burg erbaut. Mehrmalige Umbauten veränderten das Aussehen unter Einbeziehung älterer vorhandener Teile. Nach Plänen von P. J. Lenné wurde zwischen 1835 und 1852 ein Park im englischen Stil angelegt. Das Herrenhaus ist seit dem 14. Jahrhundert Stammsitz der Familie von Hahn. Teile des Gebäudes wurden 1945 zerstört. Heute ist das Herrenhaus zum größten Teil saniert und beherbergt Wohnungen und eine Gaststätte. Der Park macht einen sehr gepflegten Eindruck. Leider konnten die Wirtschaftsgebäude bis heute keiner Nutzung zugeführt werden und verfallen.

Seit 1994 ausgeschrieben, wurde das Herrenhaus im September 2000 an einen Geschäftsmann aus Westfalen, Heinz-Jürgen Beuter, verkauft. Mitbewerber war übrigens auch ein Nachfahre derer von Hahn, nämlich Eckhard Graf Hahn. Im Frühjahr 2004 wurde Basedow erneut versteigert. An zwei Schweizer Brüder für 360.000 €, die inzwischen weitere Gutshäuser bei Schwerin und in den Landkreisen Güstrow und Demmin erworben haben sollen. Das Schloss Basedow wollen sie angeblich privat nutzen.
Anette Gräfin und Eckhard Graf Hahn von Burgsdorff betreiben Landwirtschaft in einem Nachbardorf und gründeten einen Förderverein für die Erhaltung des Schlosspark-Ensembles Basedow.

Malchin: Die slawische Fischersiedlung könnte einst den altpolabischen Namen Malochyni (abgeleitet von Maloch = klein) gehabt haben. 1215 hieß der Ort Malekin, dann ab 1247 Malechin oder daneben auch Malchyn und 1257 bereits auch Malchin. Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die St. Johanniskirche, das Rathaus und die Reste der Stadtbefestigung.

Das wohl imposanteste Gebäude in Demmin ist die gotische Stadtkirche St. Bartholomaei mit Ihrem 95 Meter hohem Kirchturm. Das Kreuz auf dem Turm ist allein schon 7 Meter hoch. Die Kirche steht in der historischen Altstadt direkt neben dem Rathaus mit dem anliegenden Marktplatz. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die katholische Maria-Rosenkranz-Kirche in der Schillerstraße, ein rekonstruiertes barockes Wohnhaus in der Clara-Zetkin-Straße, das Luisentor als Überbleibsel der alten Stadtmauer im Stil der Backsteingotik und die sogenannte Rote Schule. Auch der Hafen mit seinen alten Speichern und die vielen Wasserwege in und um Demmin sind sehenswert.

Naturerlebnispark Mühlenhagen: Bieber und Rehe, Esel und Schleiereulen: Mehr 70 heimische Tierarten leben im Tierpark. Das 40 Hektar große Gelände mit sanften Hügeln und Tälern zwischen Usedom und der Müritz gliedert sich in vier Themenbereiche: am Teich, an Bach und Fluss, am Waldrand sowie im Wald. Besucher können die rund 650 Tiere in den Gehegen von mehreren Aussichtspunkten aus beobachten.

Neubrandenburg: Die Stadt der vier Tore bietet viele Sehenswürdigkeiten. Zu nennen wäre da wohl die Stadtbefestigung mit den 4 Toren, die Konzertkirche St. Marien, die Vierrademühle und das Franziskanerkloster.

Penzlin: Der Bau der Alten Burg erfolgte im 13. Jahrhundert, der Hexenkeller folgte 1560. Sie war Nebenresidenz der Fürsten von Werle und ab 1501 Stammsitz der Familie von Maltzan. Die Burg war seit dem 18. Jahrhundert zum Teil unbewohnbar und ist seit 1941 im Besitz der Stadt. Die Sanierung der erhaltenen Reste der Burg erfolgte ab 1991. Heute befindet sich das Museum in der Burg.

NS-Musterdorf Alt Rehse: Das Dorf Alt Rehse war ab 1935 als NS-Musterdorf mit reetgedeckten Backstein-Fachwerkhäusern erbaut worden. Es diente in der NS-Zeit als „Führerschule der deutschen Ärzteschaft“, in der Tausende Mediziner unter anderem in Rassenkunde und Euthanasie geschult worden waren. Um die Nutzung des Parks wird auch wegen der Vergangenheit in der Zeit des Nationalsozialismus seit rund 20 Jahren gestritten. An die nationalsozialistische Zeit und die Folgen der damaligen Gesundheitspolitik erinnert ein Verein in einer Dauerausstellung außerhalb des Parkgeländes in Alt Rehse. Dort soll auch eine Begegnungsstätte entstehen.

Neustrelitz: Neustrelitz wurde als barocke Residenzstadt um einen quadratischen Marktplatz angelegt. Von diesem führen sternförmig acht gerade Straßen in die Haupt- und Nebenhimmelsrichtungen ab.

Das Neustrelitzer Rathaus wurde in spätklassizistischen, an den Tudorstil angelehnten Formen erstellt. Es befindet sich am Neustrelitzer Marktplatz in Nähe der Stadtkirche.

Die Neustrelitzer Stadtkirche entstand als Saalbau zwischen 1768 und 1778. Der Kirchturm wurde erst 1831 vollendet.

Der Neustrelitzer Schlosspark, Bindeglied zwischen Schloss, Stadt und Landschaft, entstand 1731/32 nach Plänen von Julius Löwe. Später wurde der auf das Schloss ausgerichtete Barockgarten mehrfach umgestaltet und erweitert. Mit dem Hebetempel am Ende der erhaltenen barocken Sichtachse, dem auf einem Hügel errichteten Luisentempel im „englischen Garten“ und einer Reihe von Kopien antiker und klassizistischer Bildwerke zeugt der Park vom Kunstgeschmack früherer Zeiten. Die historische Gartenanlage wurde zwischen 2011 und 2015 umfänglich saniert. Sowohl bauliche Anlagen wie der Hebetempel und das Hirschtor als auch viele künstlerische Ausstattungsstücke wurden restauriert.

Mirow: Die Mirower Schlossinsel mit ihrem Gebäudeensemble in Mirow in Mecklenburg-Vorpommern war eine der Nebenresidenzen der Herzöge von Mecklenburg-Strelitz. Das heutige Schloss wurde von 1749 bis 1751 im Auftrag Adolf Friedrichs III. erbaut. Das Kavaliershaus für den Hofstaat von 1756 bis 1760 ist ein spätbarocker Bau. Die Schlosskirche Mirow bzw. Johanniterkirche stammt mit den ältesten Teilen aus dem 14. Jahrhundert als einschiffige, vierjochige Saalkirche der Backsteingotik.  Auf der Liebesinsel befindet sich das Grabmal des letzten Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz, Adolf Friedrich VI. (1882–1918), der Selbstmord beging. Das Torhaus von 1588  ist Teil der ehemaligen Befestigungsanlage.

Bollewick: Die Scheune Bollewick von 1881, Wahrzeichen der Gemeinde, ist mit 125 x 34 Metern Grundfläche die größte Feldsteinscheune Deutschlands. Bis 1991 wurde sie landwirtschaftlich genutzt, dann als Veranstaltungszentrum mit Hotel und Ladenzeilen umgebaut.

Röbel: Sehenswürdigkeiten in Röbel sind die gut erhaltene, langgestreckte Altstadt, eine Fachwerkstadt mit zwei großen Kirchen, Kirchplatz, Markt, Pferdemarkt, Bürgergarten, Stadtpark, Hafen.

Bad Stuer: Seehotel Stuersche Hintermühle mit einer empfehlenswerten Kuchenauswahl.

Bärenwald Müritz: Der Bärenwald Müritz bietet Bären aus schlechter Haltung seit 2006 ein tiergerechtes Zuhause. In dem insgesamt 16 Hektar großen Freigehege leben derzeit 16 Braunbären. Besucher können die Bären auf einer Wanderung durch den Wald erleben und an einzelnen Stationen mehr über diese interessanten Wildtiere erfahren. Die Bären finden hier einen Lebensraum, der ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht: eine abwechslungsreiche Landschaft mit Mischwald, Wiesenflächen, Waldlichtungen, Hanglagen und einem natürlichen Wasserlauf. Dies sind optimale Voraussetzungen für Braunbären, um ihr natürliches Verhalten wieder zu entdecken und ausleben zu können.

Eisvogeltal: Der Stuersche Bach in seinem Gesamtverlauf vom Kogeler See über die Vordermühle bis zur Mündung in den Plauer See durchschneidet einen Endmoränenzug und fällt in seinem relativ kurzen Lauf als schnell fließendes Gewässer um insgesamt 28 m in die Tiefe. Nach dem Passieren der Stuerschen Vordermühle geht es links den Hohlweg zur Chaussee hinauf. Rechts im Winkel zwischen Weg und Straße befindet sich im Wald ein bronzezeitliches Hügelgrab.

Plau am See

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